Offener Brief an die Bundestagsabgeordneten über das Thema CBD

Sehr Geehrte r Parlamentarier,

Ich habe vor rund drei Jahren angefangen, einen Handel für Hanf-Extrakte aufzubauen und ich hatte vor, mit diesen Produkten Menschen zu helfen. Nun werde ich für mein Handeln kriminalisiert.

CBD ist Ihnen vielleicht ein Begriff, – wenn nicht, kläre ich Sie kurz auf: CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, einem der am meisten vorkommenden Inhaltsstoffe der Nutzhanfpflanze. Dieser Wirkstoff ist seit jeher Teil aller Hanf-Pflanzen und Hanf-Pflanzen Extrakte und ist nicht Psychoaktiv. – CBD wird weder von der WHO (https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/CannabidiolCriticalReview.pdf) als gefährlich oder schädlich angesehen, noch von der world anti doping association  verboten https://www.wada-ama.org/en/questions-answers/cannabinoid. Es hat allerdings eine Reihe positiver Effekte: 

  • Es wirkt entzündungshemmend, 
  • schmerzstillend, 
  • beruhigend, 
  • schlaffördernd, 
  • Übelkeit bekämpfend, 
  • angstlösend, 
  • krampflösend und 
  • schützt zudem die  Nervenzellen – 

wobei es keine bis kaum Nebenwirkungen aufweist (lediglich Müdigkeit und Trockener Mund kommen bei höheren Dosierungen gehäuft vor) – also eine relativ ähnliche Wirkung zu Baldrian, Ingwer und Pfefferminze – in einem.

Nach der Veröffentlichung des Bundesministeriums für Lebensmittel und Verbraucherschutz (BVL) https://www.bvl.bund.de/DE/Arbeitsbereiche/01_Lebensmittel/04_AntragstellerUnternehmen/13_FAQ/FAQ_Hanf_THC_CBD/FAQ_Cannabidiol_node.html 

im Februar diesen Jahres wurde eine Kaskade der Kriminalisierungen losgestoßen und es führen nun immer mehr Orte Verbote für CBD Produkte ein, die einfach – und ohne jedwede bindende Grundlage beschlossen werden.

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/koeln-oel-cbd-verkauf-verbot-100.html

Ich wage sogar zu behaupten, dass hierdurch die europäisch garantierte Niederlassungsfreiheit für den Handel eingeschränkt wird, da der Handel mit diesen Gütern auf europäischer Ebene erlaubt ist.
So beruft sich die BVL auf den Novel Food Katalog der Europäischen Union, wo Cannabinoide erst seit 2019 

https://ec.europa.eu/food/safety/novel_food/catalogue/search/public/?event=home&seqfce=940&ascii=C

und

https://ec.europa.eu/food/safety/novel_food/catalogue/search/public/?event=home&seqfce=972&ascii=C

rückwirkend zum Jahr 1997 aufgeführt worden sind, obwohl im selben Katalog die Pflanze und Pflanzenteile der Pflanzengattung Cannabis Sativa L als NICHT novel Food aufgeführt sind:

https://ec.europa.eu/food/safety/novel_food/catalogue/search/public/?event=home&seqfce=72&ascii=C

– Aber auch hier wurde der Wortlaut im vergangenen Jahr dahingehend geändert, dass dies lediglich auf Hanfsamen Öle zutrifft.

Gleichzeitig hatte mir Frau Dr Krüger aus dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits im Jahr 2018 als auch im Jahr 2019 mitgeteilt, dass es keine juristischen Bedenken bzgl. CBD Öle gibt. (Siehe Anlage 1 & Anlage 2).

Wenn nun aber auch noch in jeder Lebensmittelbehörde eigene Entscheidungen getroffen werden, und diese von Daten abhängig gemacht werden, die sich nach belieben ändern (so wie die drei Änderungen, die sich auf EU Ebene im letzten Jahr bezüglich der Verwendungsmöglichkeiten von Nutzhanf durchsetzten), kann ich leider kein Geschäft im planbaren Rahmen aufbauen.

Die Produkte, die ich bereits in meinen Onlineshops führe, sind alle davon betroffen, und zwar unabhängig davon, ob sie von Nutzhanf-Bauern in Deutschland, Österreich, Spanien, Italien oder Niederlande kommen – und auch der Verwendungszweck wird vollkommen außer Acht gelassen, da bei den Verboten für CBD-Öle immer davon ausgegangen wird, dass diese für die Einnahme gedacht sind. – Äußerliche Anwendungen werden hier nicht beachtet, es wird lediglich der Rotstift angesetzt, als müsste man das Naturextrakt der Hanf-Pflanze, die seit je her im Sortenkatalog der Europäischen Union  existierte, (https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/8e24c8d9-096c-11e3-a352-01aa75ed71a1/language-de, Seite 22) – komplett vom Markt verbannen – als gäbe es hierfür eine gesellschaftliche Notwendigkeit. – Ich frage mich, welche Interessen hier solche Gesetze vorantreiben. 

So gibt es mittlerweile eine ganze Reihe angemeldeter CBD Kosmetikprodukte, die auch von CBD Verboten betroffen sind, da die Verbote CBD-Produkte insgesamt betreffen und nicht nur etwa  – die zur Einnahme bestimmten.  Da die Entwicklung eines Kosmetik Produktes sehr Kosten- und Zeitaufwändig ist, sollten solche Verbote nicht quasi über Nacht passieren – und vor allem Rückwirkend passieren, vor allem nicht, wenn keine Gefahrenlage existiert. Wenn Verbote für Produkte erlassen werden, sollten diese doch zumindest mit einer gewissen 

A) Notwendigkeit und

 B) Gefahrenlagen-Abwehr

 verbunden sein. Das Hanf-Extrakte hier komplett darunter fallen sollen, ist nicht verständlich – vor allem, da es mittlerweile auch möglich ist, komplett THC-freie Hanf-Extrakte herzustellen (THC ist der psychoaktive Wirkstoff, der in geringen Mengen (<0,2%) in den legalen Nutzhanf-Pflanzen vorkommt, – aber in solchen Konzentrationen nicht psychoaktiv wirken kann. Dies liegt daran, dass die betreffenden Rezeptoren für CBD und THC im menschlichen Körper die gleichen sind. – Bei einer z.B. 10% CBD Lösung kommen rund 60 CBD Moleküle im Verhältnis auf 1 THC Molekül. Wenn diese nun an die gleichen Rezeptoren “andocken” wollen, werden die THC Moleküle wesentlich langsamer metabolisiert. Da aber das CBD einen nicht-psychoaktiven Effekt im Gegensatz zum THC hat, wird eine berauschende Wirkung durch ein CBD Vollextrakt unmöglich.

Die Argumentation der BVL, dass die medizinische Unwirksamkeit zunächst bewiesen werden müsste, bevor es als Nahrungsmittel bzw. Nahrungsergänzungsmittel zugelassen werden dürfte, ist ebenfalls unschlüssig:

  1. Fast jede Heilpflanze und jedes Kraut, das im Nahrungsmittel Katalog der EU aufgeführt ist, hat gewisse medizinische Wirkungen. In der Anlage 4 führe ich einen kleine Anzahl europäischer Kräuter auf, deren medizinische Wirkung allseits bekannt ist, von denen allerdings niemals jemand auf die Idee käme, diese 
    1. zu verbieten,
    2. als Medikament einzuordnen oder
    3. deren Extrakte als nicht Verkehrsfähig zu bezeichnen.
  2. Es gibt sowohl medizinische Wirkungen, als auch letale Dosen bei einer ganzen Reihe von Nahrungsmitteln bzw. derer -Extrakte. Dabei ist die bekannteste wohl Koffein mit einer letalen Dosis von 3-5 Gramm, aber auch Alkohol, Muskatnuss oder Safran können bei Überdosierung schnell zum Tode führen. Selbst essentielle Aminosäuren – wie z.B. Arginin oder Glutamin können bei Überdosierung zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Dennoch unterliegen all jene Produkte weder einer Verschreibungspflicht, noch wird ihnen – trotz ihrer offenbaren medizinischen Wirkung – der Nahrungsmittel Status nicht aberkannt.
  3. Die generelle Diskussion, ob es sich bei CBD- oder Nutzhanfextrakten um sogenannte Novel-Foods handelt, ist an sich anzuzweifeln – da CBD als Grundbestandteil der Pflanze “Cannabis Sativa L” zu werten ist – und diese von je her im Sortenkatalog der EU Wald- Wiesen- & Nutzpflanzen zu finden ist: https://op.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/8e24c8d9-096c-11e3-a352-01aa75ed71a1/language-de
  4. Selbst wenn man diese Argumente nicht gelten lassen würde, gibt es nachweislich Brauereien, die auch schon 1997 (im Zeichnungsjahr der Novel Food Verordnung) mit Hanf-Blüten-Extrakten Bier brauen und in die EWG exportierten bzw. weltweit vertreiben / hier vertrieben:
    1. https://www.appenzellerbier.ch/de/bier/hanfbluete.html – vertreibt seit 1997: Marke: Hanfblüte
    2. https://www.klosterbrauerei-weissenohe.de/ – braute nach altem Rezept seit 2001 
    3. https://www.humboldtbrewingco.com/roots/ Kalifornische Bier Firma, die seit 1987 Hanf Bier braut 

Ich sehe mich nun als Unternehmer, der mit einer Reihe alteingesessener, europäischer Lieferanten zusammenarbeitet, vor die Wahl gestellt, entweder mein Unternehmen ins Ausland zu verschieben und nur noch von dort aus nach Deutschland Ware zu senden, oder ich nehme die Entscheidungen kampflos an und versenke meine Investitionen von weit über 200.000 Euro, was dazu führen würde, dass ich von heute auf Morgen meine Kinder nicht mehr ernähren und meine Kunden nicht mehr beliefern könnte. Darüber hinaus wird hier eine aufstrebende Branche mit potenziell Milliarden Umsätzen schon im Keim erstickt, um aus einem Lebensmittel ein rein pharmazeutisches Produkt zu machen, welches in dem Sinne wesentlich teurer wäre, als notwendig – und gleichzeitig tausende Arbeitsplätze gefährdet.

Bitte nehmen Sie hierzu Stellung und rufen mich gegebenenfalls an,
falls Ihnen hierzu die Sachkenntnis fehlt, damit Sie mir die Möglichkeit gewähren, Ihnen in einem Termin mein Anliegen detaillierter zu beschreiben und Sie entsprechend aufzuklären.

_________

Anlage 1: Schreiben der BfarM, 2018, Fr. Dr. Krüger

Sehr geehrter Herr B. ,

vielen Dank für Ihre telefonische Anfrage zum Thema Cannabis Extrakte. Gerne erläutern wir Ihnen hierzu die Rechtslage aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht:

Mit dem am 10.03.2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften hat der Gesetzgeber die Position Cannabis in den Anlagen I bis III zu § 1 Abs. 1 Betäubungsmittelgesetz (BtMG) geändert. Das Betäubungsmittelgesetz unterscheidet seitdem zwischen Cannabis der Anlage III (Verwendung zu medizinischen Zwecken) und Cannabis der Anlage I (Verwendung zu nicht medizinischen Zwecken). Anlage I sieht zudem Ausnahmeregelungen für Nutzhanf (siehe Buchstabe b und d unter der Position Cannabis) vor.

Nach dem Buchstaben b unter der Position Cannabis in Anlage I zu § 1 Absatz 1 BtMG sind Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen von den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften ausgenommen, wenn sie aus dem Anbau in Ländern der Europäischen Union mit zertifiziertem Saatgut (Nutzhanf) stammen oder ihr Gehalt an THC 0,2 % nicht übersteigt und der Verkehr mit ihnen (ausgenommen der Anbau) ausschließlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen.

Diese Ausnahmeregelung gilt auch für Zubereitungen aus den Pflanzen und Pflanzenteilen, wenn sie die vorgenannten Bedingungen erfüllen.

Da der erlaubnisfreie Verkehr auf gewerbliche oder wissenschaftliche Zwecke beschränkt ist, dürfen unbearbeitete oder bearbeitete (z.B. lediglich getrocknete und zerkleinerte) Pflanzenteile nicht an den Endverbraucher abgegeben werden.

Hiervon nicht betroffen sind Zubereitungen mit verarbeitetem Nutzhanf der oben genannten Sorten, auch wenn noch geringe aus den Pflanzenteilen stammende THC-Restgehalte enthalten sein sollten. Voraussetzung für die Abgabe an den Endverbraucher ist jedoch, dass ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen werden kann. Dabei kann sich auf die Grenzwerte des BfR berufen werden, sofern eine orale Aufnahme des Produktes beabsichtigt ist:

http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2000/07/bgvv_empfiehlt_richtwerte_fuer_thc__tetrahydrocannabinol__in_hanfhaltigen_lebensmitteln-884.html

Die von Ihnen angefragten Cannabis Extrakte dürfen – aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht – nur dann an den Endverbraucher abgegeben werden, wenn die Extrakte ausschließlich aus Nutzhanf (< 0,2 % THC oder EU-Sorte) gewonnen wurden und die Endprodukte die o.g. THC-Richtwerte des BfR einhalten.

Bitte beachten Sie, dass die vorgenannte Ausnahmeregelung ausschließlich für Produkte ohne medizinische Zweckbestimmung gilt. Produkte aus Cannabis oder Nutzhanf, die für medizinische Zwecke bestimmt sind, sind aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht nur dann verkehrs- und verschreibungsfähig, wenn die Voraussetzungen der Anlage III zu § 1 Abs. 1 BtMG erfüllt sind (“nur aus einem Anbau, der zu medizinischen Zwecken unter staatlicher Kontrolle gemäß den Artikeln 23 und 28 Absatz 1 des Einheits-Übereinkommens von 1961 über Suchtstoffe erfolgt“).

Für eine Beurteilung der Verkehrsfähigkeit von Produkten aus arzneimittelrechtlicher und lebensmittelrechtlicher Sicht verweisen wir auf die zuständigen Landesbehörden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Dr. S. Krüger

Fachgebiet Betäubungsmittelverkehr I

und Sicherungsmaßnahmen

Bundesopiumstelle

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

Anlage 2: Schreiben der Bfarm, 2019

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Information aus unserer E-Mail vom 30.05.2018 ist nach wie vor aktuell. Gerne übersenden wir Ihnen darüber hinaus Informationen zur Verkehrsfähigkeit von Nutzhanf Tee und Produkten, die aus Cannabis Samen hergestellt werden:

– Produkte wie Tee, Tabakersatz oder Duftkissen aus lediglich getrockneten und zerkleinerten Nutzhanf Pflanzen dürfen aus betäubungsmittelrechtlicher Sicht nicht an den Endverbraucher abgegeben oder durch Privatpersonen eingeführt werden, da ein Missbrauch zu Rauschzwecken hier nicht ausgeschlossen werden kann.

– Produkte aus Cannabissamen sind keine Betäubungsmittel, da Cannabissamen von den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften ausgenommen sind, sofern Sie nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt sind (vgl. Buchstabe a unter der Position Cannabis in Anlage I zu § 1 Abs. 1 BtMG).

Für eine Beurteilung der Verkehrsfähigkeit von Produkten aus arzneimittelrechtlicher und/oder lebensmittelrechtlicher Sicht verweisen wir auf die zuständigen Landesbehörden.

Dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist laut aktueller Stellungnahme auf der Homepage derzeit keine Fallgestaltung bekannt, wonach Cannabidiol (CBD) in Lebensmitteln bzw. in Nahrungsergänzungsmitteln verkehrsfähig wäre (https://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/04_AntragstellerUnternehmen/13_FAQs/FAQ_Cannabidiol/FAQ_Cannabidiol_node.html).

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Dr. S. Krüger

Fachgebiet Betäubungsmittelverkehr I

und Sicherungsmaßnahmen

Bundesopiumstelle

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

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Anlage 3:

Die in dem Link

https://ec.europa.eu/food/safety/novel_food/catalogue/search/public/?event=home&seqfce=972&ascii=C aufgeführten Cannabinoide werden so dargestellt, als seien sie immer und in gleich hohen Konzentrationen in verschiedenen Hanfpflanzen vorhanden. Dabei könnte die Darstellung nicht unterschiedlicher sein.

Nutzhanf-Pflanzen beinhalten mehr als 118 verschiedene Cannabinoide, von denen lediglich das THC psychoaktiv wirkt. Dieses kommt allerdings in den in der europäischen Union von lizenzierten Nutzhanf-Samen angebauten Nutzhanf-Pflanzen lediglich in Konzentrationen unter 0,2% vor -im Vergleich zu ca. 5-8% CBD. Bei Nutzhanf, der hoch im CBG Anteil ist, kommt das THC so gut wie gar nicht vor. Im Vergleich dazu sind “medizinische Hanfsorten” – mit einem hohen THC Anteil von ca. 5-8% ausgestattet, dafür allerdings geringer im CBD Anteil. Man muss sich das Vorstellen, wie 2 komplett verschiedene Gattungen ein und derselben Pflanzenfamilie (wie z.B. Ess-Kastanien / Zier Kastanien – sind beides Kastanien, aber grundsätzlich verschieden in der Fruchtbildung). – Medizinische Hanfsorten werden für medizinische Anwendungen lizenziert, Nutzhanfsorten nicht. – Nutzhanf neben der Extraktion von Cannabinoiden auch für die Herstellung von Papier, Beton, Seilen, Ölen, Fasern, etc verwendet. 

Anlage 4: Auszugsweise Aufführung von europäischen Pflanzen, derer Inhaltsstoffe und Wirkungen

HeilkrautInhaltsstoffeWirkungVerwendung
Alantätherische Öle, Bitterstoffe, Inulinschleimlösend, hustenreiz lindernd, leicht krampflösendAsthma, Keuchhusten, Husten, Magen- und Darmbeschwerden, Wurmbefall, Durchfall, Appetitlosigkeit
AndornBitterstoffe, Marrubiin, ätherisches Öl, Harzeappetitanregend, gallenfluss fördern, verdauungsförderndAppetitlosigkeit, Völlegefühl, Husten, Gallebeschwerden, Blähungen
Anisätherische Öle, Flavonoide, Phenolcarbonsäurenschleimlösend, leicht krampflösend, antibakteriell, auswurffördernd, milchfluss fördernBronchitis, Blähungen, Durchfall, Magenstärkung, Verdauungsstörungen
Arnikaätherische Öle, Flavonoide, Cholin, Bitterstoffe, Helanalinentzündungshemmend, anti fungizid, antibakteriell, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, abschwellendZerrungen, Muskelprobleme, Faserrisse, Quetschungen, Prellungen, Rachenentzündung, Rheuma, Gicht, Altersherz, Arteriosklerose
Baldrianätherische Öle, Alkaloide, Bitterstoffe, Gerbstoffe,beruhigend, schlaffördernd, krampflösendSchlaflosigkeit, Stress, nervöse Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Migräne, Wechseljahresbeschwerden
Beifussätherische Öle, Flavonoide, Sesquiterpene, Bitterstoffeappetitanregend, verdauungsfördernd, tonisierend, desinfizierend, wehenfördernd, krampflösend, cholagogVerdauungsbeschwerden, Übelkeit, Blähungen, Magen-Darm-Beschwerden, Gallenbeschwerden, Nervenstärkung
BeinwellGerbstoffe, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Alkaloide, Harze, Flavonoide, Allantoinadstringierend, entzündungshemmend, schmerzstillend, wundheilungsförderndWunden, Arthritis, Ekzeme, Geschwüre, Muskelschmerzen, Prellungen, Rheuma, Schwellungen
EibischSchleimstoffe, Saponine, ätherische Öle, Gerbstoffe, Cumarinehustenreiz lindernd, schleimhautschützend, entzündungshemmend, schleimlösendgrippale Infekte, Husten, Bronchitis, Rachenentzündung, Gastritis, Magenkrämpfe, Reflux-Ösophagitis
Fenchelätherische Öle, Phenolsäuren, Flavonoideentkrampfend, schleimlösend, verdauungsfördernd, muttermilch förderndgrippale Infekte, Husten, Bronchitis, Magen Krämpfe, Völlegefühl, Blähung, Milchbildung
FrauenmantelBitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle, Saponine, Salicylsäureadstringierend, entzündungshemmend, schmerzlindernd, blutbildend, krampflösend, aquaretischMagen-Darm-Beschwerden, Durchfall, Blähungen, Menstruationsbeschwerden, Menopause, leichte Nierenbeschwerden, Aphten, Mund- und Rachenentzündungen
GoldruteFlavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle, Saponineentzündungshemmend, antibakteriell, krampflösend, aquaretisch, schmerzlindernd, harntreibend, ausschwemmend, immunstimulierend, antifungizidHarnröhrenentzündung, Nierenbeschwerden, Durchspülung, Reizblase, Harnsteinprophylaxe, Harnwegsinfekte, Nierengrieß
Gundermannätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponineadstringierend, auswurffördernd, hustenreiz lindernd, entzündungshemmend, antibakteriellHusten, Bronchitis, Hauterkrankungen, Ekzeme
Hauhechel (dornige)ätherische Öle, Flavonoide, Triterpene, Saponineharntreibend, stoffwechselfördernd, aquaretischHarnwegsinfekte, Harnröhrenentzündung, Nierengrieß, Durchspülungstherapie, Gicht,
HuflattichSchleimstoffe, Bitterstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Flavonoide, Gerbstoffe, Inulinhustenreiz lindernd, auswurffördernd, schleimlösend, tonisierend, entzündungshemmend, antibakteriellAtemwegserkrankungen, Husten, Bronchitis, grippale Infekte, Rachenentzündung, Entzündungen des Mundraums
Kamilleätherische Öle, Schleimstoffe, Cumarine, Flavonoideentzündungshemmend, geschwür schützend, antibakteriell, krampflösend, antifungizid, wundheilungsfördernd, beruhigend, blähungsförderndReizmagen, Gastritis, Übelkeit, Magengeschwüre, Hautreizungen, Schleimhautentzündungen, Soor, Fieber, grippale Infekte, Zahnfleischentzündung
Kümmelätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide, Cumarine, Harzekrampflösend, appetitanregend, verdauungsfördernd, desinfizierend, auswurffördernd, blähungsfördernd, antibakteriellMagen-Darm-Beschwerden, Verdauungsbeschwerden, Magen Krämpfe, Gallenbeschwerden, Völlegefühl
Lavendelätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, Phytosterole, Cumarineberuhigend, krampflösend, antibakteriell, entzündungshemmend, verdauungsförderndnervöse Unruhezustände, Stress, Schlafbeschwerden, Blähungen, Reizmagen, Koliken, Magenkrämpfe, Migräne
LöwenzahnBitterstoffe, Schleimstoffe, Inulin, Triterpeneverdauungsfördernd, tonisierend, harntreibend, stoffwechselfördernd, appetitanregend, gallensaft förderndGallenbeschwerden, diverse Verdauungsbeschwerden, Leberbeschwerden, Nierengrieß, Appetitlosigkeit
MädesüßSalicylsäuren, Flavonoide (Spiraeosid, Hyperosid), Gerbstoffe, ätherische Öleschmerzlindernd, entzündungshemmend, antibakteriell, krampflösendKopfschmerzen, Hautbeschwerden, Sodbrennen, Muskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, Arthritis
MariendistelSilymarin, Silychristin, Gamma-Linolensäureleberschützend, antibakteriell, entzündungshemmend, entgiftendVerdauungsbeschwerden, Leberbeschwerden, Leberschädigungen, Lebervergiftung, Magenbeschwerden, Gallenbeschwerden
Melisseätherische Öle, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Saponine, Schleimstoffeberuhigend, krampflösend, blähungswidrig, antibakteriell, entzündungshemmend, wundheilungsfördernd, tlw. antiviralnervöse Unruhezustände, Schlafstörungen, Stress, chronische Gastritis, Magen-Darm-Beschwerden, Reizmagen, Übelkeit, Insektenstiche, Muskelverspannungen,
NachtkerzeFettsäuren (Gamma-Linolensäure), Linolsäure, Gerbstoffehautberuhigend, hautstabilisierend, verdauungsfördernd, entzündungshemmend, juckreizlinderndHautbeschwerden, Juckreiz, Neurodermitis, Rheuma, PMS, Ekzeme, Durchfall
Pfefferminzeätherisches Öl (u.a. Menthol), Gerbstoffe, Flavonoidekrampflösend, verdauungsfördernd, antiseptisch, cholagog, schmerzlindernd, appetitanregend, antibakteriell, brechreiz lindernd, blähungswidrigBlähungen, Magenkrämpfe, Gallenbeschwerden, Übelkeit, verdorbener Magen
SchlüsselblumeTriterpensaponine, Phenolglykoside, Flavone, ätherische Öleauswurffördernd, schleimlösend, krampflösend,^antibakteriell, antimykotischHusten, Nasennebenhöhlenentzündung, grippale Infekte, Schnupfen, Rheuma, Keuchhusten, Zahnfleischentzündungen
SpitzwegerichSchleimstoffe, Gerbstoffe, Glykoside, Flavonoide, Kieselsäure, Saponineadstringierend, antibakteriell, antiviral, hustenreiz lindernd, schleimlösend, entzündungshemmend,grippale Infekte, Bronchitis, Rachenentzündung, Zahnfleischentzündung, Reizhusten, Asthma, Insektenstiche, Husten, Soor, Verbrennungen
SüßholzSaponine (Glycyrrhizin), Flavonoide, Phytosterole, Cumarineentzündungshemmend, schleimlösend, auswurffördernd (antitussiv), antiviral, antibakteriell, krampflösendHusten, Erkältung, Magenkrämpfe, Magengeschwüre, Zahnfleischentzündungen, Herpes
TaigawurzelEleutheroside, Isofraxigin, Triterpene, Saponineleistungssteigernd, adaptogen, immunmodulierend, tonisierend, entgiftendStress, Bronchitis, Strahlenschäden, Müdigkeit, grippale Infekte, Leberstörungen
WermutBitterstoffe, ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavone, Cumarineverdauungsfördernd, galle bildend, speichelbildung, magensaftbildend, antibakteriell, entkrampfendVerdauungsbeschwerden, Gallenbeschwerden, Magenschleimhautentzündung, Magenkrämpfe, Ekzeme, Blutarmut

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